La Rioja
Auf dem Weg nach La Rioja mussten wir in Cordoba den Bus wechseln, da wir ca. 5 Stunden Aufenthalt hatten waren wir sehr froh, dass wir unsere ganzen Sachen bei der Gebäckaufbewahrung abgeben konnten. Nachts sind wir dann mit dem Bus das letzte Stück nach La Rioja gefahren und haben uns dann erst mal ein typisches argentinisches Frühstück gegönnt, Sandwich mit Schinken und Käse und natürlich geschmacksneutral. Danach sind wir dann mit dem Taxi in die Stadt und haben unseren Mietwagen abgeholt. Da wir doch sehr früh da waren konnten wir dann gemeinsam mit dem Chef die Autovermietung aufschließen. Der gute Chef hat uns dann noch vor den korrupten Polizisten in der Region gewarnt und teilte uns mit, dass wir den Polizisten auf keinen Fall Geld geben sollten sondern falls sie Geld verlangen einfach sagen, dass wir nur mit Karte zahlen könnten, angeblich würde diese Aussage die meisten Polizisten stumm stellen. Tja das sagt man immer so einfach, meine Freundin Ina wurde von einem Polizisten dazu gebracht 500 Pesos zu zahlen, da sie angeblich ohne Licht gefahren wäre. Wie man an diesem Beispiel erkennen kann ist es manchmal gar nicht so einfach diese Polizisten stumm zu stellen. Naja auf jeden Fall waren wir auf so eine Situation vorbereitet. Am ersten Tag sind wir dann direkt nach Va. Union gefahren von dort aus ging es dann weiter in den Parque Natural Provincial Ischigualasto. In diesem Park durften wir dann uns von der Naturgewalt der Region einen Eindruck verschaffen. In einer Autokolonne plus ein Fernsehteam sind wir dann ca. 3 Stunden durch die Mondlandschaft gefahren. Die Park Führerin konnte leider nur Spanisch was einige von den anderen Touristen ziemlich verärgert hatte. Am nächsten Tag haben wir dann erst einmal lange ausgeschlafen uns sind dann später Richtung Laguna Brava gefahren. Auf dem Weg dahin wollten wir dann noch tanken und haben dann feststellen müssen, dass es in dem kleinen Ort vor dem Park Laguna Brava keine Tanke gibt. Allerdings hat uns der Dorf Polizist darauf aufmerksam gemacht, dass wir uns bei den Park Wächtern anmelden sollten. Als brave deutsche sind wir dann zu dem Haus der Park Wächter gefahren um uns dann sagen zu lassen, das es an diesem Tag nicht mehr möglich wäre in den Park zu fahren. Es wäre schon viel zu Spät und der Park Führer wäre auch gerade nicht da und ohne den dürften wir nicht in den Park fahren. Total enttäuscht gingen wir zu unserem Auto zurück. Als wir dann noch von einer Familie angesprochen wurden die vor dem Haus der Park Wächter mit Ihrem Camper Bus standen und gerade dabei waren Ihr Rührei zu verputzen waren wir doch ein wenig überrascht mitten im Nichts auf deutschsprachige Personen zu treffen. Die Familie kam aus der Schweiz und fährt seit ca. 2 Jahren, mit ihren hübschen zwei blonden Kindern, quer durch Südamerika. Der Papa der Familie hatte uns dann mitgeteilt, dass man auf jeden Fall ein Teil des Parks befahren kann ohne eine Guide zu benötigen. Nach dem Hinweis sind Konrad und ich einfach los gefahren und siehe da es gab kein Verbotsschild am Eingang des Parks und eine Schranke gab es auch nicht. Also waren wir happy, dass wir nicht auf die Abzocke rein gefallen sind und somit konnten wir ganz alleine und ohne Stress die 4200 Meter erklimmen. Die Piste bis zur Laguna Brava ist wirklich sehr beeindruckend und wie es nun mal so ist in einer etwas trockneren Gegend haben wir natürlich auch Lamas gesehen. An der Laguna Brava angekommen waren wir von den Flamingos, dem Salzsee und den schneebedeckten Bergen im Hintergrund total beeindruckt und einfach nur sprachlos. Neben dem schönen Blick hatte ich ein wenig mit der Höhe zu kämpfen, da wir in 45 Minuten von 1800 Metern auf 4200 Metern gefahren waren, war mir doch sehr flau im Magen und schwindelig war mich auch noch. Erst als wir wieder im Tal waren ging es mir besser. Man kann sich das kaum vorstellen wir der Körper verrückt spielen kann…jaja die Flachlandtiroler nix sind sie gewohnt. Auf unserem Rückweg haben wir dann nochmal die Familie getroffen und haben Ihnen von unserer erfolgreichen Exkursion erzählt. Sie meinten nur, dass sie er wenn sie keine Kinder genauso gemacht hätten aber jetzt dann doch lieber sich an Vorschriften halten und somit am nächsten Tag mit dem Guide den Park erkunden werden. Besonders interessant fand ich, dass die Kinder mit ihren Eltern sich eine Badewanne in den dort fließenden Fluss gebaut hatten. Nach einer Nacht im Auto / Gol sind wir dann wieder nach La Rioja gefahren auf dem Weg dahin haben wir viele kleine Orte entdecken können und vor allem hatten wir die das einmalige Erlebnis einen Condor aus der Nähe zu beobachten. Einfach unglaublich wie groß dieser Vogel ist. Der Condor ist ca. 25 Kg schwer und hat eine Spannweite von 3-5 Metern!!! Nach diesen vielen wunderschönen Naturereignissen ging es für uns dann Übernacht weiter nach Mendoza.
Mendoza
In Mendoza angekommen haben wir uns erst mal die Stadt angesehen. Die Stadt wirkt auf mich sehr modern und überschaubar, das Klima war auch angenehmer als in La Rioja „42°C". Ansonsten haben wir in Mendoza uns nur ausgeruht und am Pool unseres schönen Hostels gechillt. Bevor es dann weiter mit dem nächsten Nachtbus nach San Carlos de Bariloche ging waren wir dann noch ein wenig shoppen.
Argentinische Schweiz / Weihnachten
Nach einer erholsamen Nacht im 1. Klasse Bus (Schlafbus + Steward + lecker Essen…und so) sind wir dann so gegen 13 Uhr in San Carlos de Bariloche angekommen. Nachdem wir in La Rioja und Mendoza die Sommer Temperaturen (30-40 °C) genießen konnten wurden wir in Bariloche mit frischen 4°C begrüßt mir war nicht klar, dass es in dieser Region viel regnet und von dem bekannten eisigen patagonischen Wind hatte ich bis dato noch nix gehört. Zum Glück wurden wir von der Autovermietung abgeholt und konnten dann gleich mit unserem Mietauto die Gegend erkunden. Zu erst sind wir in die doch recht touristisch verbaute Stadt gefahren um uns einen ersten Eindruck zu verschaffen und um uns Futter für die Reise zu besorgen. Der Regen konnte uns nicht davon abhalten uns an der Schönheit der 7 Seen-Tour zu erfreuen. Später am Nachmittag konnten wir sogar nachvollziehen warum diese Strecke und diese Region bei den Touristen so beliebt ist, mit etwas Sonne protzen die Berge nur vor Schönheit und haben laut Konrad schon a weng Ähnlichkeit mit der Berglandschaft der Schweiz und die atemberaubende Farbe der Seen zwingen einen dazu sie mit den eindrucksvollen Landschaften Neuseelands zu vergleichen. Nach einer weiteren Nacht in unserem Mietauto an einem wunderschönen See, umgeben von super süßen prädestinierten ASADO (Argentinisches Grillen) Kälbchen, sind wir dann Richtung Lago Lolog um unsere Cabana (Ferienhaus) für unser ersten gemeinsames Weihnachten (ohne Familie) zu beziehen. Allerdings könnte ich mir ja ein Weihnachten ohne meine temperamentvolle Familie und somit war unser erstes Ziel uns um unsere Internet Verbindung zu kümmern. Allerdings mussten wir dafür erst mal mit dem Chef der Anlage uns unterhalten und Konrad hat dann mit ihm zusammen die Internet Anlage repariert und siehe da auf einmal hatten wir auch Internet in unserer Cabana und nicht nur im Büro des Chefs. Somit waren wir sehr froh unsere Familien auch an Weihnachten mit unserer Anwesenheit zu beglücken. Weihnachten war bei uns sehr ruhig, wir haben gemeinsam Züricher Geschnetzeltes gekocht und bei einer genüsslichen Flasche Rotwein aus Mendoza haben wir dann unsere Geschenke ausgepackt plus die Geschenke die wir von Noelia bekommen hatten. Am ersten Weihnachtstag wollten wir dann ein wenig spazieren gehen und haben dann leider feststellen müssen, dass alle Wege letztendlich vor einem privaten Grundstück enden. Also sind wir dann wieder in den Gol gestiegen und haben uns den National Park Lanin angesehen. Am nächsten Tag ging es dann früh los Richtung Chile.
Chile / Carretera Austral
Nachdem wir Weihachten entspannt verbracht hatten lagen nun 800 Km Schotterpiste vor uns. Zu unsere Überraschung gab es jedoch ein paar sehr gute asphaltierte Abschnitte, allerdings waren wir doch ein wenig überrascht über den Zustand der camino ripio auch Schotterpiste genannte. In Chile kann man ein wunderschönes Spiel spielen „Such die Straße", denn in Chile gibt es so viele Schlaglöcher, das es kaum möglich ist ihnen auszuweichen. Während unserer Tour haben wir mehrere kleine Städte bewundern können und wir sind in den Genuss der chilenischen Küche gekommen. Desweiteren konnten wir die Natur und die vielen schönen Berge und Seen bestaunen (Siehe Bilder). Am Ende der Carretera Austral war ich super froh wieder nach Argentinien zu kommen, der ständige Regen und die doch ungewohnte Sprache der Chilenen haben in mir ein Gefühl von Heimweh geweckt, lustiger Weise: „Heimweh nach Argentinien!". Ich bin gespannt wie die Region um Santiago de Chile sein wird, denn mir hat der Süden von Chile bisher nicht so sehr gefallen, naja vielleicht lag es auch am Wetter. Also werden wir mal schauen wie die anderen Gegenden sein werden, allerdings werde ich davon erst später berichten können, da ich erst ab dem 07.01.2010 in Santiago de Chile sein werde.


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